Archiv für Oktober 2009

EA/Infotel. für Samstag

Im Falle einer Verhaftung oder wenn ihr Verhaftungen beoobachtet ruft bitte den EA( Ermittlungsausschuss) an.
Für uns sind folgende Informationen wichtig:

- Name der verhafteten Person
- Geburtsdatum “
- Wohnort “
- Vorwurf (bitte nichts sagen, was passiert ist nur Vorwurf)

Zusätzlich ist dies noch das Infotelefon, also wenn ihr Infos habt oder braucht ruft an!

Nr. des EA/Infotelefon: 0152/27738814

BEACHTET HIERZU DAS DEMO 1×1

Nazis machen ebenfalls Mobi für Samstag

In Coburg gehen seid einigen Tagen anscheinend Flugblätter der „Nationalen Sozialisten Deutschland“ umher. Diese rufen auf am Samstag ebenfalls nach Coburg zu kommen und am Rande der Demonstration zu agieren. Sie fordern auf Fotos und Informationen zu sammeln.
Passt auf euch auf und packt die Sonnenbrillen ein.Wir freuen uns auf Samstag…
Faschisten entschlossen entgegentreten!Fight back!

Dazu Indy-Artikel

Demoroute, 31.10

Route

Nation Europa zieht um…

Bereits im Vorfeld unserer geplanten Demonstration gegen den Nation Europa Verlag und dessen monatlich erscheinende Zeitschrift wurde spekuliert, dass Dietmar Munier, ein langjähriger rechter Verleger, diese Publikation aufkaufen will. Am Montag hat die rechtskonservative Wochenzeitung „Junge Freiheit“ dies in einem Internetartikel bestätigt. Munier wird noch vor Ende diesen Jahres ein Deutschlandmagazin auf die Beine stellen, das sich gegen „Umerziehungsmedien“ wie den Stern und den Focus richtet. Diese neue rechte Nachrichtenquelle soll mit dem Namen „ZUERST!“ auch in Kiosken erscheinen.
Dietmar Munier (geb. am 7. Februar 1954), gründete 1973 einen Buchladen, welcher allerdings aufgrund einiger Kündigungen unter verschiedenen Bezeichnungen betrieben wurde (bis 1993). Heute ist Munier Geschäftsführer und Mitinhaber der Lesen& Schenken Verlagsauslieferung und Versandgesellschaft mbH, zu der auch die Verlage ARNDT, Orion-Heimreiter, Bonus und Pour le Merite gehören. Diese Verlagsgruppe veröffentlicht jährlich etwa 50 Bücher, Poster, DVDs, Kalender und CDs. Der Schwerpunkt der Veröffentlichungen liegt im Bereich Politik und Zeitgeschichte…
Dass der Verlag nun anscheinend nicht mehr in Coburg ansässig sein wird, bedeutet jedoch keinesfalls, dass unser Kampf gegen Nation Europa abgeschlossen ist. Die braunen Köpfe die dahinter stehen, agieren immer noch im Kreise der „intellektualisierten“ Rechten. Wir werden weiterhin über die Machenschaften derartiger Publikationen recherchieren, aufklären und gegen diese vorgehen!

Artikel Endstation Rechts


Artikel Junge Freiheit

Artikel Gesamtrechts.net

Wir werden reagieren! Fight back! Solidarität gegen Naziterror!

In der kleinen fränkischen Provinzstadt Coburg fand am Samstag den 10.10.2009 die Demonstration „Bücherwurm goes Antifa“ mit ca. 150 TeilnehmerInnen statt. Im Rahmen der Demo gegen den extrem rechten Verlag „Nation Europa“ fand am Vortag ein Informationsvortrag statt, am Anschluss der Demo feierte mensch bei einem Solikonzert im örtlichen Jugendzentrum.

Klingt alles wunderbar-war es auch- was nicht so schön ist,sondern wiederlich und menschenverachtend, dass die Demoanmelderin daraufhin eine Morddrohung von Nazis erhielt.

Dies ist nicht der erste Vorfall dieser Art – wir mussten und schon öfters Angriffen und Einschüchterungsversuchen ausgesetzt sehen und leider auch nicht der erste Ort, denn auch in Ingolstadt und Gräfenberg kam es zu Drohbriefen von Nazis. Doch diese Dimension gab es in der fränkischen Provinz noch nicht.

Nicht zu vergessen ist dabei immer, dass der Staat den nötigen Nährboden für nationalistische Ideologie bietet.

Rassismus, Sexismus und der Wille zur starken Volksgemeinschaft sind in der Mitte der Gesellschaft verankert- Xeno- und Homophobie alltägliche Ausgrenzungsmechanismen.

Wir lassen uns das von den Nazis nicht gefallen, die Provokationen müssen entschlossen und über die Grenzen des staatlichen Antifaschismus beantwortet werden.


Wir können und wollen nicht auf Reaktionen seitens des Staates warten, sondern das Ruder selbst in die Hand nehmen. Anstatt auf die Herrschenden zu Vertrauen gilt es in Selbstorganisation den Antifaschistischen Widerstand aufzubauen.

Wir müssen anfangen SELBER zu HANDELN!

Wir müssen Naziangriffen geschlossen entgegentreten!

Wir werden keine Naziangriffe, -drohungen und -einschüchterungsversuche hinnehmen!

Nie wieder Naziterror in Coburg und anderswo! Fight back!

Daher kommt zur Demonstration:

„Fight back – Solidarität gegen Naziterror“

am 31.10.09 um 14 Uhr in Coburg!

hier geht’s zum vollständigen Aufruf!

Morddrohung gegen Coburger Antifaschistin

Antifaschistin erhält Morddrohung

Am 10.10 fand in Coburg eine Demonstration gegen den in Coburg ansässigen rechtsextremen Verlag „Nation Europa“ statt.
Das „Coburger Aktionsbündnis gegen rechtsradikale Aktivitäten“ (CARA) rief zur Demonstration auf.
Der Verlag fungiert als einer der wichtigsten Theorieorgane der Neuen Rechten in Deutschland und hat auch Kontakte zu anderen europäischen rechtsextremen Parteien und Organisationen, so zum Beispiel der französischen Front National und der belgischen Vlaams Belang. Nation Europa verbreitet antisemitisches, rassistisches, nationalistisches und geschichtsrevisionistisches Gedankengut.

Trotz schlechtem Wetters waren dem Aufruf zur Demonstration ca. 150 Antifaschisten und Antifaschistinnen gefolgt. Im Kontext des am Abend stattfindenden Konzertes, das von CARA mitorganisiert und getragen wurde, kam es zu ersten Neonaziübergriffen.
Aus einem vorbeifahrenden Auto wurden mehrere Teilnehmer gezielt mit Böllern beworfen, glücklicherweise gab es keine Verletzten.

Bereits im Vorfeld der Demonstration erhielt die Anmelderin einen Brief, der einen Ausschnitt aus der monatlich erscheinenden und von Nation Europa publizierten Zeitschrift „Nation und Europa- Deutsche Monatshefte“ beinhaltete. Der Artikel hetzte gegen linke Antifaschisten und Antifaschistinnen.
Am Montag, den 12.10, erreichte die Anmelderin dann ein zweiter anonymer Brief.
In dem Brief wurde der Antifaschistin mitgeteilt, mit „dem Schlimmsten zu rechnen“ und „aufzupassen wo sie geht und steht“. Dem nicht genug enthielt die Morddrohung außerdem ein Selbstgemaltes Grabkreuz.

Die Morddrohung wurde von Seiten der Polizei zunächst nicht ernst genommen.
Als die Bedrohte bereits am Montag eine Anzeige aufgeben wollte, wurde sie daraufhin mehrmals auf den nächsten Tag vertröstet. Erst am Mittwoch wurde der Fall an den Staatsschutz weitergeleitet und die Kripo eingeschaltet.

Das Problem einer rechtsradikalen Szene in Coburg wurde über Jahre hinweg von den politisch Verantwortlichen nicht ernst genommen oder verharmlost.
Spätestens seit diesem Vorfall kann die Stadt Coburg dieses Problem nicht mehr totschweigen, denn in Coburg existiert eine nicht zu unterschätzende gewaltbereite rechtsextreme Szene.

Wir örtlichen Antifaschisten und Antifaschistinnen lassen uns von diesem Vorfall keineswegs entmutigen, weiterhin gegen rechtsextreme Untriebe in Coburg konsequent und vehement vorzugehen. In nächster Zeit wird es verstärkt Aktionen geben, für nächstes Wochenende ist unter anderem eine Demonstration in Coburg geplant. Nähere Informationen werden in Kürze folgen.

Beteiligt euch an den geplanten Aktionen!
Verbreitet die Information weiter!
Zeigt Coburg, dass wir und nicht unterkriegen lassen!

Antifaschistische Grüße !


hier
findet ihr unsere Pressemitteilung dies bezüglich

Link Indymedia Artikel

Ratte gefunden!!!!

Im JuZ Domino wurde nach dem Soli-Konzert am 10.10.09 eine Ratte gefunden.
Wir haben die Ratte jetzt in unsere liebevolle Cara-Familie aufgenommen und ihn den Kosenamen Alerta gegeben.

Erfolgreiche Demonstration

Das Ordnungsamt in Coburg hat ähnlich wie bei der Demonstration gegen den Coburger Convent zu Pfingsten durch schikanöse Auflagen mal wieder die Demonstrationsfreiheit eingeschränkt. So wurde der Anfangspunkt der Demonstration am Spitaltor verboten und auf den Schlossplatz verlegt. Auch wurde das seitliche Mitführen von Transparenten untersagt. Besonders skandalös dabei ist, dass wir genau das Recht erst zuletzt vor einer Demonstration Ende Mai erfolgreich durchklagten dies aufgrund fehlender finanzieller Mittel dieses Mal allerdings nicht möglich war. So mussten die Seitentransparente diesen Samstag von der Demo fern bleiben. Vor der Demonstration selbst wurden massive Vorkontrollen am Bahnhof von der bayrischen Aufstandsbekämpfungseinheit USK durchgeführt. Mangels Gegenständen, die den DemonstrationsteilnehmerInnen abgezogen werden konnten, wurden schnell aus Batterien Wurfgeschosse und aus Halsketten Waffen. Bei dieser Aktionen würde, unter anderem, ein Transparent beschädigt.

Die Demonstration startete bei leichten Nieselregen am Schlossplatz. Davor wurde nochmal in einem Redebeitrag über den Verlag informiert. Die dunkelbunte Demo, unter Beteiligung vieler autonomer AntifaschistInnen, der Apfelfront sowie Einzelpersonen des Coburger Parteienspektrums, (trotz vorheriger Hetzte gegen AntifaschistInnen (vgl NP-Artikel: „Kein Bündnis mit Extremisten“) , setzte sich entschlossen und lautstark in Bewegung. Die ersten Reihen waren in Ketten zusammengeschlossen und das kleinstädtische Idyll wurde von Parolen untermalt. Am Ort der Zwischenkundgebung angekommen wurden weitere Redebeiträge über den bürgerlichen (Anti-)Faschismus gehalten; dieses Thema ist in Coburg sehr brisant, da bundesweit wohl einzigartig eine von den Jusos veranstaltete Demonstration gegen den Nation Europa Verlag aufgrund der Anwesenheit von „zu vielen“ AntifaschistInnen kurzerhand abgesagt wurde (vgl. Presse). Vor dem in der Bahnhofsstraße 25 ansässigen Verlag wurde es nochmal richtig laut. Die USKler schützten das Verlagsgebäude und die Stimmung wurde unter anderen durch einen Böllerwurf noch einmal richtig angeheizt.  Die noch immer im Regen laufende Demonstration gelangte durch die Innenstadt zum Ort der Abschlusskundgebung auf den Marktplatz. Dort eingetroffen wurde noch einmal durch Redebeiträge auf den Verlag und auf den veralltaglichten Rassismus aus der Mitte der Gesellschaft eingegangen.

In der Nähe der Abschlusskundgebung schließlich hielt sich noch der ehemalige Coburger Nazi-Kader Peter Schreiber auf. Dieser war Sprecher der rechtsextremen Coburger Runde und Redakteur der „Nation&Europa er begleitete auch Peter Dehoust bei dessen Volksverhetzungsprozess im April diesen Jahres.

Insgesamt lief die Demonstration reibungslos ab, es kam zu keinen Fest- und Gewahrsamnahmen, auf die Provokation durch das Spalier und die Allgegenwart des USK wurde nicht eingegangen und trotzdem lautstark demonstriert.

Wir wollen uns nochmals bei allen DemonstrationsteilnehmerInnen bedanken, die trotz des beschissenen Wetters den Weg auf die Straße gefunden haben um so entschlossen und kraftvoll gegen den Faschismus zu demonstrieren.

Wir haben uns auch sehr darüber gefreut, mit vielen AktivistInnen noch am Abend zusammen feiern zu können.

Demoroute

Pennplatzbörse

Für alle die noch einen Schlafplatz in Coburg brauchen haben wir eine Pennplatzbörse eingerichtet!
(denkt daran, dass Samstagabend noch ein Soli-Konzert stattfindet!)
Schreibt uns einfach eine mail an: cara-info@safe-mail.de