Archiv für Dezember 2009

Briefe an die Leser

Herr Hartan (Coburger Schützengesellschaft),

Wie der Neuen Presse vom Montag zu entnehmen ist, sorgen sich sie und ihre Coburger Schützengesellschaft tatsächlich rührend um unsere Aller gesittetes Zusammenleben. Während heute „Selbstverwirklichung, Unabhänigkeit und persönliche Freiheit als Heil propagiert“ würden und dies offenbar eine „Krise in der Gesellschaft“ nach sich ziehen müsse, wie sie bei ihrer Weihnachtsfeier des Vereins festlich verkündeten, werden „traditionelle Lebensmuster […] belächelt und sogar bekämpft“.
Vielleicht liegt letzteres ja, sehr geehrter Herr Hartan, an ihren unfreiheitlichen und leicht verkürzten Theorien sowie an den Umständen der Tatsache, dass offenbar die einzige Frau in ihrem schießwütigen Karnevalsverein noch dazu eine Prinzessin ist.

Ihr ewig nervendes CArA

Nazikundgebung in Fürth verhindern!

Für den 19.12. haben FaschistInnen der „Freien Nationalisten Nürnberg“ eine Kundgebung in der Fürther Südstadt angemeldet. Mit dem Motto „Ausländerrückführung statt Integration!“ versuchen die Neonazis in gewohnt rassistischer Manier die hier lebenden MigrantInnen für die gesellschaftlichen Probleme verantwortlich zu machen.
Die Antifaschistische Linke Fürth (ALF) und das Fürther Bündnis gegen Rechtsextremismus und Rassismus rufen derweil dazu auf, die Nazikundgebung zu verhindern.

mehr Infos findet ihr hier

Rechte Propaganda: Zuerst

KillDie Zeitschrift „Nation&Europa“ wird im Dezember zum Monatsmagazin „Zuerst“. Dies ist die Folge aus einem Besitzerwechsel und der Strategie der neuen Rechten, an vorhandene rassistische Diskurse in der Mitte der Gesellschaft anzuschließen. „Zuerst“ will im Gegensatz zum Vorgängerorgan im Zeitschriften- und im Bahnhofsbuchhandel erhältlich sein, um einem breiteren Publikum Zugang zu rechten Ideologien zu gewährleisten. Wir hoffen, dass der Einzelhandel unserer Stadt menschenverachtenden Inhalten kein weiteres Forum bietet und werden Läden wie etwa die Coburger Bahnhofsbuchhandlung weiter im Blick behalten. Dort ist beispielsweise bereits die NS- und Kriegsverherrlichende „Deutsche Militär-Zeitschrift“ sowie die antisemitische und ultranationalistische „National Zeitung“ erhältlich.

Wir rufen dazu auf, bei Sichtung derartiger Propaganda bei VerkäuferInnen oder Geschäftsleitung zu protestieren. Bei manchen Unternehmen ist es offensichtlich leider nötig, aufgrund mangelndem Verantwortungsbewusstsein motivierend auf deren Geschäftssinn einzuwirken.

Mehr über „Zuerst“ und Co:
http://de.indymedia.org/2009/12/268189.shtml